Heißausbildung

 

 
Die praxisorientierte Ausbildung von Atemschutzträgern auf Heißausbildungsanlagen hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung erlangt. Der Markt hat mittlerweile ein breitgefächertes Angebot zu bieten, im Mittelpunkt stehen dabei Wärmegewöhnungs- und Flashover-Ausbildungen.

Mobile Trainingsanlage

Auch im Feuerwehrabschnitt Seefelder Plateau lag in den letzten Jahren der Focus der laufenden Atemschutzausbildung in den praxisorientierten Heißausbildungsanlagen. Erstmals konnte hierfür die Möglichkeit einer mobilen Trainingsanlage vor Ort genutzt werden. Die Firma Fireflash aus Holland machte dazu am Samstag, den 20. Oktober 2012 bei deren Österreichtour Halt in Leutasch.

Zurück in die Schulbank

Den Beginn des Ausbildungsnachmittags stellte eine Schulung im Lehrsaal dar. René Hagen, Geschäftsführer und Ausbildner, brachte als ehemaliger Berufsfeuerwehrmann ein großes Stück Know How mit sich. Seine Erfahrung spiegelte sich im Vortrag wider, und so gab er gekonnt sein Wissen an die Teilnehmer weiter.

600°C über dem Kopf

Nach dem Schulungsteil ging es für die 15 teilnehmenden Atemschutzträger zum praktischen Part über. Bereits im ersten Durchgang wurde den Feuerwehrmännern die große Hitze vor Augen geführt – sie verließen diese mit einem beeindruckenden Respekt den ersten Trainingsgang.
Das Entstehen eines Flashover / Backdraft anhand der Erkennung durch die Farbentwicklung und die Bewegung der Rauchgase war das Ziel für den weiteren Übungsverlaufes. Um im Einsatzfall das Phänomen eines Flashovers bestmöglich verhindern zu können, wurde Wert auf die gezielte Rauchkühlung mittels Sprühstrahl gelegt. Denn nur wenn diese fachgerecht erfolgt, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Durchzündung und die Flammenausbreitung wird verhindert.

Welcher Hitzebelastung die Trupps ausgesetzt waren, verdeutlichte ein Blick mit der Wärmebildkamera in das Containerinnere: beachtliche 600°C Deckentemperatur! Nach rund drei Stunden von Flammen umgeben konnte die Heißausbildung sichtlich erschöpft, jedoch mit neu gewonnener Erkenntnissen und Begeisterung abgeschlossen werden.

Danksagung

Um für eine erfolgreiche Ausbildung zu garantieren, bedarf es ein ebenso erfolgreiches und qualifiziertes Lehrpersonal. An dieser Stelle gebührt ein herzlicher Dank an die beiden Ausbilder Renè und David von der Firma Fireflash, welche an diesem Nachmittag zur Weiterbildung und Festigung unseres Wissens beigetragen haben. Ein weiterer Dank gilt der Raiffeisenbank Seefeld-Leutasch, durch deren finanzielle Unterstützung diese Realausbildung ermöglicht wurde. Und nicht zuletzt sei unserem Abschnittskommandanten ABI Lorenz Neuner und seinem Team der Feuerwehr Leutasch für die Organisation und Durchführung gedankt.

Teilnehmende Feuerwehren:

  • Feuerwehr Leutasch

  • Feuerwehr Reith

  • Feuerwehr Scharnitz

  • Feuerwehr Seefeld

  • Feuerwehr Unterleutasch

Anwesend:

  • BFKSTV BR Reinhard Kircher

  • AK ABI Lorenz Neuner

 

 
 






Geschäftsführer und Ausbildner Renè Hagen








Ausbildner David Waldner (rechts) an der Seite von OLM Martin Obermeir (FF Unterleutasch)
Die Bekleidung zeigt die hohe Verwendung



Trupp Leutasch vor Beginn des Brandcontainers



 

 

 






die Halterung der Helmlampe hielt der direkten Hitze nicht stand




























Blick mit der Wärmebildkamera ins Innere: 600°C!




DURCHZÜNDUNG!










die erfolgreichen Teilnehmer


Trupp Leutasch
v.l.: HFM Markus Ripfl, HFM Florian Neuner, FM Maximilian Mitterhuber


Bericht und Bilder: OFM Maximilian Neuner